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Tag 4 Mistelzweige

Xavier hat die Misteln aus den Bäumen gerissen. Jetzt fallen sie mir in die Hände und ich hänge sie auf. Über meine Ateliertür. Zum Tag der offenen Tür werden sie dort hängen (am 15. Oktober). Als ich es C. erzähle, lachen wir beide. Plötzlich meldet sich D. Ich kann ich ihn schnell einordnen und er ist uncharmant. Schreibt von Vögeln. Schreibt von F.... und wir haben uns noch nie gesehen. Im Inneren meines Körpers setzt es einen Stich. So tief drin, ich könnte es keinem Arzt beschreiben. Der Wunsch nach Unschuld ist präsent. Jetzt bin ich selbstbestimmt und vogelfrei. Diese Weite, die sich ausbreitet, ist kaum zu halten. Unsagbar und unfassbar, weder mit den Händen noch mit den Gedanken. In seltenen Fällen kommt beides zusammen: dann ist es die absolute Bewußtheit. Sie zeigt mir meine Hände als die Fühler, die mich vom inneren Abdriften ins äußere Dasein leiten. Sie fügen die Widersprüche zusammen. D. bekommt einen Korb. Soll er sich eigene Mistelzweige sammeln.